Solange wir in unserer Gartenlaube nur Bodenkissen hatten, fand ich das eigentlich immer gut. Auf Augenhöhe mit den Pflanzen zu sein, fühlte sich schön lauschig an, selbst als die Buchenhecke noch niedrig war.
Doch letzten Sommer sassen wir viel öfter auf der Gartenbank der Veranda, direkt am Haus. Eine Freundin meinte dazu ganz nüchtern: «Wir werden älter.» Na ja, soll das heissen, zu alt, um auf Bodenkissen zu chillen? Pah, sooo alt sind wir dann doch noch nicht! Dass wir die Bodenkissen im Wohnzimmer unseren Jungs fürs Kinderzimmer überlassen haben, war doch nur ein Zufall. Oder etwa nicht?
Jedenfalls haben wir im Mai für die Laube zwei Bänke aus Lärche gebaut – noch vor dem Strandkorb. Jetzt könnten wir bequem zu Viert in der Laube sitzen, ohne dass sich jemand mit den Beinen ins Gehege kommt. Ich schreibe «könnten», weil wir unseren neuen Sitzplatz noch nicht so richtig ausgekostet haben. Denn kaum stand der Strandkorb, wurde er zum neuen Lieblingsplatz …
Da ich dieses Jahr fast keine Pflanzenfotos veröffentlicht habe, hänge ich noch eine kleine Rückschau vom Frühsommer an.
Aus der Froschperspektive sah es im Juni so aus.
Da der Blutstorchschnabel Geranium sanguineum var. striatum die letzten zwei Jahre kränkelte, habe ich ihn durch die Sorte Geranium maculatum ‚Vickie Lynn‘ ersetzt.
Die Katzenminze wurde zum Glück auch dieses Jahr von den Katzen links liegen gelassen.
Der Spalierwand sieht man es nicht mehr an, dass hier vor knapp zwei Jahren eine Baustelle war. Die Apfelbäume sind wieder schön «verwachsen».

Der Bogen rahmt den Blick zur geliebten Apfelrose Rosa villosa ‚Duplex‘.
Stauden verwischen die Übergänge am Weg vom Rosenbogen zur Veranda.
Auf die Bänke habe ich einfach die Kissen vom Gartenzimmer gelegt. Der feine Plektrum-Tisch wird allerdings nur für besondere Momente herausgeholt.

